Klassifizierung und gesetzliche Einteilung der Feuerwerkskörper

Hier haben wir für Sie interessante Details zur gesetzlichen Regelung für Feuerwerksörper zusammengetragen. Wenn Sie Feuerwerkskörper online bestellen möchten, steht Ihnen unserFeuerwerksverkauf im Onlineshop mit riesiger Auswahl zur Verfügung.

Bestimmt haben Sie schon einmal gefragt, was es mit den Klassen der Feuerwerkskörper auf sich hat. Hier und da liest man z.B. Feuerwerk Klasse II oder auch 1.4G. Hier muss ganz klar getrennt werden zwischen der Einteilung der Feuerwerkskörper an sich nach Klassen (I, II, III,IV und T) und der Einteilung nach der Lagerklasse. Neu ist allerdings…

Die ab 24. Juli 2009 gültige Fassung des SprengG. sieht eine Einteilung der Feuerwerkskörper in Kategorien vor (§6 Absatz 6). Deshalb haben wir für Sie die alte Einteilung und die neue aufgeführt, da auch in den nächsten Jahren noch Feuerwerkskörper mit alter Klassifizierung im Handel erhältlich sein werden.

Einteilung der Feuerwerkskörper in Klassen nach dem Sprengstoffgesetz wie es bisher war

In §6 1. SprengV Abs.3heißt es: Pyrotechnische Gegenstände werden nach den Anforderungen der Anlage 1 nach Ihrer Gefährlichkeit oder Ihrem Verwendungszweck in folgende Klassen eingeteilt:

  • Klasse I: Kleinstfeuerwerk
  • Klasse II: Kleinfeuerwerk, Silvesterfeuerwerk
  • Klasse III: Mittelfeuerwerk
  • Klasse IV: Großfeuerwerk
  • Klasse T: Pyrotechnische Gegenstände für technische Zwecke (Airbag, Bühnenfeuerwerk) Nach der Gefährlichkeit wird hier noch in T1 und T2 unterschieden

In der oben erwähnten Anlage 1 liest man dann genaueres, wobei hier nur die wichtigsten Punkte zusammenfassend aufgeführt sind.

Klasse I: Hierzu zählen Feuerwerkskörper, die zum Zünden keiner Altersbeschränkung unterliegen. Sie sind bekannt als Jugendfeuerwerk (Brummkreisel, kleine Vulkane oder Leuchtstäbe) wobei auch Wunderkerzen und Amorces hierzu zählen. Der Effektsatz ist bei diesen Feuerwerkskörpern auf 3,0g beschränkt. Für ein klassisches Feuerwerk sind diese Feuerwerksartikel deshalb nicht gut geeignet. Klasse I-Feuerwerkskörper müssen eine Zeitzündung von mind. 3 Sekunden bis max. 8 Sekunden haben. Aufsteigende pyrotechnische Gegenstände, Batterien, Kombinationen, Schwärmer, pyrotechnische Gegenstände mit Pfeifsatz und Raketen sind nicht zulässig. Jugendfeuerwerk mit Knallwirkung darf in einem Abstand von 1m einen Schalldruckpegel von 120db nicht überschreiten.

Klasse II: Hierzu zählen bekannte Feuerwerkskörper wie Raketen, Batterien und Böller. Bei Kombinationen oder Batterien darf die Gesamtmasse des pyrotechnischen Satzes (also Treibladung und Effekt) nicht mehr als 200g betragen. Bei Einzelteilen wie Bombenrohren ist die Gesamtmasse auf 50g beschränkt. Bei Raketen beträgt die Gesamtmasse 20g pro Rakete, wobei für den Effektsatz maximal 10g erlaubt sind. Böller dürfen als Knallsatz nur Schwarzpulver enthalten und die Satzmasse darf hier 6g nicht überschreiten. Im Sprengstoffgesetz ist sogar geregelt, wie dick die Wandung der Böller je nach Typ sein darf. Auch bei Klasse II-Feuerwerkskörper ist eine Zeitzündung von mind. 3 Sek. bis max. 8 Sek. erforderlich. Es dürfen weiterhin keine Brennenden Rückstände auf den Boden zurückfallen. Dies ist bei den BAM-geprüften Feuerwerkskörpern generell der Fall, sonst erhalten diese keine Zulassung für den privaten gebrauch. Auch besagt das Sprengstoffgesetz, dass Schwärmer und pyrotechnische Gegenstände mit Pfeifsatz nur als Baugruppe in Raketen und Batterien enthalten sein dürfen. Deshalb sind auch die Luftheuler seit 2008 verboten. Man beachte die unterschiedliche Effektmasse von Batterien und Raketen. Theoretisch könnte ein Schuss aus einer Batterie fünf mal so viel Masse haben als der Effekt einer Rakete. Dementsprechend ist er auch wesentlich größer. Dies ist auch der Grund, warum Batterien mittlerweile bei gut sortierten Händlern (auch bei uns im Online-Shop) marktdominierend sind. Die Effekte sind viel größer und beeindruckender als diejenigen der Raketen. Weitere Vorteile von Batterien sind die einfache Handhabbarkeit. Nur einmal anzünden und 10-1200 Schuss genießen. Batterien haben keine herabfallenden Stecken, was das Gefährdungspotential erheblich verringert. Und was für den Verbraucher ganz wichtig ist; Batterien haben ein wesentlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Klasse III und Klasse IV sind pyrotechnische Gegenstände, die nur vom befähigten Pyrotechniker gezündet werden dürfen und werden deshalb in der Rubrik Großfeuerwerk näher erläutert.

Neu! Einteilung der Feuerwerkskörper nach dem nun gültigen 4.SprengÄndG.

  • Kategorie 1: Feuerwerkskörper, die eine sehr geringe Gefahr darstellen, einen vernachlässigbaren Schallpegel besitzen und die in geschlossenen Bereichen verwendet werden sollen, einschließlich Feuerwerkskörpern, die zur Verwendung innerhalb von Wohngebäuden vorgesehen sind.
  • Kategorie 2: Feuerwerkskörper, die eine geringe Gefahr darstellen, einen geringen Schallpegel besitzen und die zur Verwendung in abgegrenzten Bereichen im Freien vorgesehen sind.
  • Kategorie3: Feuerwerkskörper, die eine mittelgroße Gefahr darstellen, die zur Verwendung in weiten offenen Bereichen im Freien vorgesehen sind und deren Schallpegel die menschliche Gesundheit nicht gefährdet.
  • Kategorie 4: Feuerwerkskörper, die eine große Gefahr darstellen, die nur von Personen mit Fachkunde verwendet werden dürfen und deren Schallpegel die menschliche Gesundheit nicht gefährdet.

Einteilung der pyrotechnischen Gegenstände für Bühne und Theater

  • KategorieT1: Pyrotechnische Gegenstände für die Verwendung auf Bühnen, die eine geringe Gefahr darstellen.
  • Kategorie T2: Pyrotechnische Gegenstände für die Verwendung auf Bühnen, zur ausschließlichen Verwendung durch Personen mit Fachkunde vorgesehen sind. Einteilung der sonstigen pyrotechnischen Gegenstände
  • KategorieP1: Pyrotechnische Gegenstände – außer Feuerwerkskörpern und pyrotechnischen Gegenständen für Bühne und Theater -, die eine geringe Gefahr darstellen
  • Kategorie P2: Pyrotechnische Gegenstände – außer Feuerwerkskörpern und pyrotechnischen Gegenständen für Bühne und Theater -, die zur Handhabung oder Verwendung nur durch Personen mit Fachkunde vorgesehen sind.

Anforderungen an pyrotechnische Gegenstände, Feuerwerkskörper nach dem 4.SprengÄndG.

I. Für alle pyrotechnischen Gegenstände bzw. Feuerwerkskörper gelten die nachfolgend aufgeführten allgemeinen Anforderungen:

  1. Jeder pyrotechnische Gegenstand muss den Leistungsmerkmalen entsprechen, die der Hersteller der benannten Stelle mitgeteilt hat, um ein Höchstmaß an Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.
  2. Jeder pyrotechnische Gegenstand muss so gestaltet und hergestellt sein, dass er durch ein geeignetes Verfahren mit minimaler Beeinträchtigung der Umwelt sicher entsorgt werden kann.
  3. Jeder pyrotechnische Gegenstand muss bei bestimmungsgemäßer Verwendung korrekt funktionieren.
  4. Jeder pyrotechnische Gegenstand muss unter realistischen Bedingungen geprüft werden. Wenn dies in einem Laboratorium nicht möglich ist, müssen die Prüfungen unter den Bedingungen durchgeführt werden, unter denen der pyrotechnische Gegenstand verwendet werden soll.
  5. Folgende Informationen und Eigenschaften müssen gegebenenfalls betrachtet oder geprüft werden:
    1. Gestaltung, Konstruktion und charakteristische Eigenschaften einschließlich detaillierte Angaben zur chemischen Zusammensetzung (Masse und prozentualer Anteil der verwendeten Stoffe) und Abmessungen.
    2. Die physische und chemische Stabilität des pyrotechnischen Gegenstandes unter allen normalen, vorhersehbaren Umweltbedingungen.
    3. Empfindlichkeit bei normaler, vorhersehbarer Handhabung und Transport.
    4. Verträglichkeit aller Bestandteile hinsichtlich ihrer chemischen Stabilität.
    5. Resistenz des pyrotechnischen Gegenstandes gegen Feuchtigkeit, wenn er für die Verwendung unter feuchten oder nassen Bedingungen ausgelegt ist und wenn seine Sicherheit oder Zuverlässigkeit von Feuchtigkeit ungünstig beeinflusst werden kann.
    6. Resistenz gegen niedrige und hohe Temperaturen, wenn der pyrotechnische Gegenstand bei derartigen Temperaturen aufbewahrt oder verwendet werden soll und seine Sicherheit oder Zuverlässigkeit durch die Kühlung oder Erhitzung eines Bestandteils oder des ganzen pyrotechnischen Gegenstandes ungünstig beeinflusst werden kann.
    7. Sicherheitseinrichtungen, die die vorzeitige oder unbeabsichtigte Zündung oder Anzündung verhindern sollen.
    8. Geeignete Anleitungen und erforderlichenfalls Kennzeichnungen in Bezug auf die sichere Handhabung, Lagerung, Verwendung (einschließlich Sicherheitsabstände) und Entsorgung in der (den) Amtsprache(n) des Empfänger- Mitgliedstaates.
    9. Die Fähigkeit des pyrotechnischen Gegenstandes, seiner Verpackung oder anderer Bestandteile unter normalen, vorhersehbaren Lagerungsbedingungen dem Verfall zu widerstehen.
    10. Spezifizierung aller erforderlichen Vorrichtungen, Zubehörteile und Betriebsanleitungen für die sichere Funktionsweise des pyrotechnischen Gegenstandes.
    11. Während des Transports und bei normaler Handhabung müssen die pyrotechnischen Gegenstände – sofern vom Hersteller nicht anders angegeben – die pyrotechnische Zusammensetzung einschließen.
  6. Pyrotechnische Gegenstände dürfen Folgendes nicht enthalten:
    1. handelsübliche Sprengstoffe, mit Ausnahme von Schwarzpulver oder Blitzsätzen;
    2. militärische Sprengstoffe.

II. Die einzelnen Gruppen pyrotechnischer Gegenstände, also Feuerwerkskörper müssen mindestens auch die folgenden Anforderungen erfüllen:

A. Feuerwerkskörper

  1. Der Hersteller teilt die Feuerwerkskörper gemäß Artikel 3 nach dem Nettoexplosivstoffgehalt, den Sicherheitsabständen, dem Schallpegel oder ähnlichen Kriterien in verschiedene Kategorien ein. Die Kategorie ist als Bestandteil der Kennzeichnung deutlich anzugeben.
    • Für Feuerwerkskörper der Kategorie 1 gelten folgende Bestimmungen:
      1. der Sicherheitsabstand muss mindestens 1 m betragen. Gegebenenfalls kann der Sicherheitsabstand jedoch verkürzt werden ;
      2. der maximale Schallpegel darf im Abstand von 1 m 120 dB (A, Imp.) oder einen gleichwertigen Schallpegel, der mit einer anderen geeigneten Methode gemessen wurde, nicht überschreiten;
      3. die Kategorie 1 umfasst keine Knallkörper, Knallerbatterien, Blitzknaller und Blitzknallerbatterien;
      4. Knallerbsen der Kategorie 1 dürfen nicht mehr als 2,5 mg Silberfulminat enthalten.
    • Für Feuerwerkskörper der Kategorie 2 gelten folgende Bestimmungen:
      1. der Sicherheitsabstand muss mindestens 8 m betragen. Gegebenenfalls kann der Sicherheitsabstand jedoch verkürzt werden;
      2. der maximale Schallpegel darf im Abstand von 8 m 120 dB (A, Imp.) oder einen gleichwertigen Schallpegel, der mit einer anderen geeigneten Methode gemessen wurde, nicht überschreiten.
    • Für Feuerwerkskörper der Kategorie 3 gelten folgende Bestimmungen:
      1. der Sicherheitsabstand muss mindestens 15 m beantragen. Gegebenenfalls kann der Sicherheitsabstand jedoch verkürzt werden ;
      2. der maximale Schallpegel darf im Abstand von 15 m 120 dB (A, Imp.) oder einen gleichwertigen Schallpegel, der mit einer anderen geeigneten Methode gemessen wurde, nicht überschreiten.
  2. Feuerwerkskörper dürfen nur aus Materialien konstruiert werden, die die Gefahr für Gesundheit, Eigentum und Umwelt durch Reststücke möglichst gering halten.
  3. Die Art der Anzündung muss deutlich sichtbar oder durch Kennzeichnung oder die Anleitung erkennbar sein.
  4. Feuerwerkskörper dürfen sich nicht auf unberechenbare und unvorhersehbare Weise bewegen.
  5. Feuerwerkskörper der Kategorien 1, 2 und 3 müssen entweder durch eine Schutzkappe, die Verpackung oder die Konstruktion des Gegenstandes selber gegen die unbeabsichtigte Anzündung geschützt sein. Feuerwerkskörper der Kategorie 4 müssen durch vom Hersteller angegebene Methoden gegen unbeabsichtigte Anzündung geschützt sein.

B. Sonstige pyrotechnische Gegenständ, Feuerwerkskörper

  1. Pyrotechnische Gegenstände müssen so gestaltet sein, dass sie Gefahren für Gesundheit, Eigentum und Umwelt bei normaler Verwendung möglichst gering halten.
  2. Die Art der Anzündung muss deutlich sichtbar oder durch Kennzeichnung oder die Anleitung erkennbar sein.
  3. Pyrotechnische Gegenstände müssen so gestaltet sein, dass sie Gefahren für Gesundheit, Eigentum und Umwelt durch Reststücke bei unbeabsichtigter Zündung möglichst gering halten.
  4. Pyrotechnische Gegenstände müssen bis zum vom Hersteller angegebenen Verfalldatum einwandfrei funktionieren.

C. Anzündmittel

  1. Anzündmittel müssen unter allen normalen, vorhersehbaren Verwendungsbedingungen zündbar sein und über ausreichende Zündfähigkeit verfügen.
  2. Anzündmittel müssen unter normalen, vorhersehbaren Lager- und Verwendungsbedingungen gegen elektrostatische Entladungen geschützt sein.
  3. Elektrische Anzünder müssen unter normalen, vorhersehbaren Lager- und Verwendungsbedingungen gegen elektromagnetische Felder geschützt sein.
  4. Die Umhüllung von Anzündschnüren muss von ausreichender mechanischer Festigkeit sein und die explosive Füllung ausreichend schützen, wenn der Gegenstand normaler, vorhersehbarer mechanischer Belastung ausgesetzt ist.
  5. Die Parameter für die Brennzeiten von Anzündschnüren müssen zusammen mit dem Gegenstand geliefert werden.
  6. Die elektrischen Kenndaten (z. B. „no-fire current“, Widerstand usw.) von elektrischen Anzündern müssen mit dem Gegenstand geliefert werden.
  7. Die Anzünderdrähte von elektrischen Anzündern müssen unter Berücksichtigung ihrer vorgesehenen Verwendung eine ausreichende Isolierung und mechanische Festigkeit –einschließlich ihrer Befestigung am Anzünder – aufweisen.

Es fällt dabei auf, dass sich das deutsche SprengG. und die SprengV. auf wenige Details beschränken. Mengenbeschränkungen und genauere spezifischere Angaben zu Inhalt und Nettoexplosivstoffmasse werden in der neuen EN15947 geregelt.
Allerdings obliegt jedem Mitgliedsland der EU Einschränkungen bei der zur Verwendung berechtigten Personen zu treffen. Zu nennen wäre hier z.B. die Begrenzung des Satzgewichtes bei Raketen der Kategorie 2 in Deutschland auf 20g für den privaten Endverbraucher. Raketen, also pyrotechnische Gegenstände mit Eigenantrieb, mit höherem Satzgewicht als 20g dürfen nur von Erlaubnis- bzw. Befähigungsscheininhaber nach SprengG. §7 und §20 verwendet werden.

Einteilung der Feuerwerkskörper in Gefahrgutklassen für den Transport

Eine andere Einteilung der Feuerwerkskörper erfolgt in Gefahrgutklassen, die für den Transport wichtig sind. Für Sie als Kunde hat die Einteilung der Feuerwerkskörper in Gefahrgutklassen große Bedeutung. Denn hierbei entscheidet die Gefahrgutklasse (Transportklasse) darüber, mit welchem Aufwand die Feuerwerkskörper verschickt werden müssen und dies hat wiederum Auswirkungen auf die Versandkosten.

Das Gesetz über die Beförderung gefährlicher Güter (GGBefG), worunter selbstverständlich auch explosionsgefährliche Stoffe wie Feuerwerkskörper fallen, regelt in allgemeiner Form in Deutschland den Gefahrguttransport mit den verschiedenen Verkehrsträgern und dient als Basis für weitere allgemeingültige oder verkehrsträgerspezifische Verordnungen. Für den innerdeutschen Straßen- und Schienenverkehr gilt die Gefahrgutverordnung Straße-Eisenbahn GGVSE. Weitere Verordnungen u.a. auch für andere Verkehrsträger existieren zusätzlich. Geschützt werden sollen durch diese Gesetze und Vorschriften alle Verkehrsteilnehmer sowie die Umwelt aber auch Sachgüter.

Für einheitliche Gefahrgutregelungen vor allem für den grenzüberschreitenden Transport von Gefahrgütern, dient das ADR (Accord europeen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route). Die GGVSE verweist jedoch bezüglich der Detailvorschriften auf das ADR, weshalb der Großteil der Gefahrgutregelungen aus diesen Regelwerken stammt.

Allgemein werden hier Gefahrstoffe in Klassen, Unterklassen und Verträglichkeitsgruppen eingeteilt. Insgesamt gibt es 9 Gefahrgutklassen (1-9). Explosionsgefährliche Stoffe haben die Klasse „1“. Je nach Gefährlichkeit werden die Feuerwerkskörper für den Transport in Unterklassen eingeteilt. Die Unterklassen sind:

  • 1.1 Stoffe und Gegenstände, die massenexplosionsfähig sind
  • 1.2 Stoffe und Gegenstände, die die Gefahr der Bildung von Splittern, Spreng- und wurfstücken aufweisen, aber nicht massenexplosionsfähig sind.
  • 1.3 Stoffe und Gegenstände, die eine Feuergefahr besitzen und die entweder eine geringe Gefahr durch Luftdruck, Splitter, Spreng- und Wurfstücke aufweisen, nicht massenexplosionsfähig sind.
  • 1.4 Stoffe und Gegenstände mit geringer Explosionsgefahr. Die Auswirkungen bleiben im Wesentlichen auf das Versandstück beschränkt.
  • 1.5 Sehr unempfindliche massenexplosionsfähige Stoffe, die so unempfindlich sind, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zündung oder des Überganges eines Brandes in die Detonation unter normalen Beförderungsbedingungen sehr gering ist.
  • 1.6 Extrem unempfindliche Gegenstände, die nicht massenexplosionsgefähig sind.

Silvesterfeuerwerkskörper findet man in der Gefahrgutklasse 1 mit der Unterklasse 4, also als 1.4 Nun gibt es noch sogenannte Verträglichkeitsgruppen. Je nach chemischer oder technischer Art werden die pyrotechnischen Gegenstände der Gefahrgutklasse 1 in 13 Verträglichkeitsgruppen (A-H, J-L, N, S) eingeteilt.
Für Silvesterfeuerwerkskörper sind dies die Verträglichkeitsgruppe „S“ und „ G“. „S“ bedeutet, dass jede nicht beabsichtigte Wirkung auf das Versandstück beschränkt bleibt, also Luftdruck und Splitterwirkung so gering sind, dass z.B. eine Feuerbekämpfung in unmittelbarer Nähe weder eingeschränkt noch verhindert wird. „G“ bedeutet Gegenstand mit pyrotechnischen Stoff oder Gegenstand mit Leucht-, Brand-, Augenreiz- oder Nebelstoff.

 

Versand der Feuerwerkskörper

Aufgrund der unterschiedlichen Gefahren und der damit verbundenen Einteilung der in Gefahrgutklassen, Unterklassen und Verträglichkeitsgruppen ergeben sich bestimmte Vorschriften für den Transport. Diese enthalten z.B. die maximale Explosivstoffmasse, die auf einem LKW transportiert werden darf, oder auch welche Schutzausrüstung auf dem LKW mitgeführt werden muss. Dies betrifft Sie bei einem privaten Transport Ihrer Feuerwerkskörper nicht.

Generell ist gesetzlich festgelegt, dass Gefahrgüter der Klasse 1 nicht mit anderen Gefahrgütern zusammen auf einer Ladefläche transportiert werden dürfen. D.h. der Spediteur darf Ihre bestellten Feuerwerkskörper nur dann transportieren, wenn er keine anderen Gefahrgüter geladen hat. Werden die Vorschriften nicht eingehalten, kann dies hohe Bußgelder nach sich ziehen. Der Fahrzeugführer muss außerdem ein Beförderungspapier in jedem Fall mitführen, unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich Schriftliche Weisungen (Unfallmerkblatt), persönliche Schutzausrüstung und Feuerlöscher.

Beim Transport der Feuerwerkskörper muss das Beförderungspapier neben der Bezeichnung des Transportgutes und andere, auch Angaben über die gesamte Nettoexplosivstoffmasse (NEM) der gefährlichen Güter, also die Menge des Inhalts an Explosivstoffen, enthalten (5.4.1.2.1 ADR).

  • UN-Nummer: UN 0335 oder UN 0336 oder UN 0337 • offizielle Benennung: Feuerwerkskörper
  • Klasse / Klassifizierungscode: 1.3 G oder 1.4G oder 1.4 S (in dieser Reihenfolge)
  • Im Beförderungspapier ist zusätzlich zu vermerken: „Klassifizierung von der zuständigen Behörde (in Deutschland: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung -BAM- s.o.) anerkannt“

Weitere Angaben:

  • Anzahl und Beschreibung der Versandstücke z.B. 4 Kisten
  • die gesamte Nettoexplosivstoffmasse (NEM) z.B. 136 kg (NEM)
  • Namen und Anschrift der Absender und Empfänger

Außerdem müssen die Packstücke ebenfalls für den Transport von Feuerwerkskörper von der BAM geprüft werden. Sie erhalten ebenso wie die Feuerwerkskörper auch eine BAM-Nummer. Außerdem müssen die Versandstücke mit Gefahrenzettel versehen werden, sodass sofort erkannt werden kann, welches Gefahrgut sich darin befindet.

Anforderungen an die Fahrzeuge, die Feuerwerkskörper transportieren (nicht privater Transport)

Wenn Gefahrgüter der Klasse 1 befördert werden, hängt die Art und nötige Ausstattung des Fahrzeuges von der zu befördernden Nettoexplosivstoffmasse (NEM) ab.

Wird die Freimenge von 1000 Punkte nach 1.1.3.6 ADR unterschritten, so muss das Fahrzeug keine besonderen Anforderungen erfüllen. Zum Transport kann ein normaler PKW genutzt werden.

Werden die Freimengen überschritten, so sind besonders ausgerüstete Fahrzeuge vorgeschrieben, die eine EXII- oder EXIII-Zulassung besitzen. Eine Zulassungsbescheinigung für ein EXII- oder EXIII-Fahrzeug wird z.B. vom TÜV ausgestellt oder die Zulassung besteht bereits ab Werk. Das Fahrzeug muss jährlich untersucht werden, ob es den technischen Anforderungen als EX-Fahrzeug noch gerecht wird. Daraufhin wird eine Verlängerung der Zulassung erstellt oder neu ausgestellt.

Allerdings sind auch die Mengen für EX-Fahrzeuge je nach Explosivstoff oder explosionsgefährlichen Stoff begrenzt. So darf nach ADR in einem EXII-Fahrzeug Gefahrgut der Klasse 1.3 nur bis 5000kg NEM transportiert werden. In einem EXIII-Fahrzeug dagegen 16000Kg NEM.

Werden Stoffe und Gegenstände verschiedener Unterklassen der Klasse 1 in eine Beförderungseinheit (z.B. Anhänger) verladen (Zusammenladeverbote berücksichtigt), ist die gesamte Ladung so zu behandeln, als ob sie zur gefährlichsten Unterklasse gehören würde.

Um eine Zulassung zum EX-Fahrzeug zu erhalten, muss dieses nach ADR 9.1, 9.2 und 9.3 bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen. Dies betrifft vor allem:

  • Elektrische Ausrüstung
  • Bremsanlage
  • Technische Ausstattung zur Vermeidung von Feuergefahren
  • Geschwindigkeitsbegrenzer (in LKW)
  • Anhängerkupplung
  • Zusätzliche technische Anforderungen

Sie sehen, der Versand von Feuerwerkskörper ist mit viel Aufwand verbunden. Sicherlich verstehen Sie jetzt, warum der Versand von Feuerwerkskörper teurer ist als der Versand z.B. eines Mobiltelefons.

 

Wir von Feuerwerk-online-kaufen.de  legen großen Wert darauf, dass Ihre Feuerwerk-Bestellung in unseremFeuerwerkskörper-Online-Shop mit der richtigen Kennzeichnung versehen und ordentlich verschickt wird. Daraus ergibt sich ein höchstes Maß an Sicherheit für alle, die mit den Feuerwerkskörper in Kontakt kommen. Andere Shop-Betreiber versenden aus Kostengründen nicht vorschriftsmäßig und gefährden hierdurch das Leben anderer Mitmenschen.

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